Ein Mann von Welt. Der weltliche Bach

Mit gehäkelten Lämmern heißen wir Sie diesmal willkommen zu den Thüringer Bachwochen, die sich 2018 dem weltlichen Bach widmen. Doch wer nur an ein säkularisiertes Osterlamm denkt, greift zu kurz: So zahlreich die Deutungen für unser Motiv, so vielfältig sind auch die Aspekte, unter denen wir uns dem weltlichen Bach nähern. Der für seine Kinder komponierende (und für ihren Unterhalt arbeitende) Familienvater Bach findet ebenso Platz wie der Auftragskomponist, dessen weltliche Kantaten oft im Schatten ihrer geistlichen Schwestern stehen.

Den wirtschaftlich denkenden Bach erlebt man bei so manchem im Parodieverfahren zweitverwerteten Werk – aber auch, wenn im Bundesarbeitsgericht der Komponist als Justizsubjekt verhandelt wird. Mit der Schäferkantate ist schließlich ein verschollener Bach in neuer Rekonstruktion zu erleben: eine Bach-Premiere nach 300 Jahren! Und da auch für den weltlichen Bach das geistliche Werk dennoch immer das höchste Gut blieb, brauchen Sie natürlich auch auf seine Passionen nicht zu verzichten.

Soli Deo Gloria! 

Prof. Silvius von Kessel
Vorsitzender des Vorstandes

Christoph Drescher
Festivalleiter

Montag,20.November2017 | Roland Wehking


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