Bach bei seinem Vetter in Meiningen

Wann Johann Sebastian Bach seinen älteren Vetter Johann Ludwig im idyllischen Meiningen besuchte, ist bislang nicht bekannt. Doch er schätzte dessen Werke, fertigte Abschriften an und führte u. a. 1726 einige der Kantaten in den Leipziger Hauptkirchen auf.

Schloss Elisabethenburg Meiningen

Schloss Elisabethenburg Meiningen | © Roland Wehking

Der in der Meininger Hofkapelle musizierende Lakai stieg zum Pagen-Lehrer und Kantor auf. Nach Georg Caspar Schürmanns Weggang übernahm er die Verwaltung der Instrumente und die musikalische Ausgestaltung von Hoffesten in Meiningen und Coburg. 1711 wurde Johann Ludwig Bach Hofkapellmeister.

Keine reine Freude, wie wir heute wissen. Bachs zehn Jahre dauernder Streit mit Kapell-Mitgliedern ging bis vor Gericht. Von 1724 stammt ein besonders eindrucksvolles Werk – die Trauermusik auf Herzog Ernst Ludwig I. von Sachsen-Coburg-Meiningen. Aus einer Zeit, als Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen in Wien weilte und die größte erhaltene Sammlung barocker Vokalmusik außerhalb anlegte.

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